Türkei Einfuhr von Hausrat

Einfuhr von privatem Hausrat  in die Tuerkei lohnt 

sich nicht wirklich! 

 

Rechnen Sie es selbst aus - ein Umzugskarton wird mit 15 - 20 kg max. gepackt.

20 Kubikmeter, was ca. 21 - 24 Umzugskartons entspricht, kosten bei einer Spedition zwischen mindestens 4500 und maximal 12 000 Euro für diese ca. 400 kg , je nach Firma. Je billiger die Firma, um so mehr Probleme....Das Kilo Flugübergepäck kostet seit 2012 10 Euro - ergibt 4000 Euro, wenn Sie alles zusammenrechnen. Das ist günstiger als die billigste Spedition, die vielleicht niemals liefert und vorher abkassiert. 

Probleme gibt es spätestens dann, wenn man hier ankommt und die Ausländerbehörde bestimmte Papiere , die vom tuerkischen Konsulat in Deutschland ausgestellt worden sind , noch nie gesehen hat und noch nie etwas davon gehört hat bzw. Visa, ausgestellt von einem Tuerkischen Konsulat in Deutschland, mitgebracht werden, die der Zoll in der Tuerkei nicht anerkennt.

 

Leider sind sich die tuerkischen Vertretungen in Deutschland und die örtlichen tuerkischen Ausländerbehörden hier , was die Papiere betrifft, nicht immer ganz einig. Möglicherweise ist das in Antalya und Alanya wieder anders.

 

In unserer Region ist es einfacher, den Anweisungen der örtlichen Ausländerpolizei zu glauben. Und ganz bestimmt auch viel billiger.

Sie muessen in Deutschland noch keine Visa beim tuerkischen Konsulat einholen, sie reisen mit Tourismusvisum von 90 Tagen ein und gehen dann in Ihr zuständiges Ausländeramt vor Ort und dort erhalten Sie alle nötigen Informationen.

 

Sie können auch in der Türkei direkt beim zuständigen Ausländeramt vor Einreise nachfragen, wenn Sie jemanden in Deutschland kennen, der tuerkisch spricht oder einen Uebersetzer beauftragen.

 

Unsere Ausländerpolizei schlug die Hände überm Kopf zusammen ueber Papiere, die Berliner Auswanderer vorzeigten. Denn der Beamte sagte unseren neuen Auswanderern, dass es dieses Visum so gar nicht gibt und gar nicht anerkannt wird und er würde in Berlin anrufen, um dort im Konsulat zu fragen, was das soll... Der Beamte beharrte darauf, dass das nur so ginge, wie er sagt. Bei einem Paar aus Bayern lief es  vorher genauso ab, sie hatten vorher mit dem Touristenvisa hier gewohnt, sind immer wieder ausgereist , bis sie sich ganz niederliessen.

Wir zeigen hier nicht die leichten Fälle auf, uns ist es auch ein Anliegen, zu zeigen, was trotzdem schief laufen kann, selbst wenn man alles richtig macht.

 

Noch schiefer lief es mit der ersten tuerkischen Spedition aus Berlin von den beiden Auswanderern. Sie hatten vor der Abreise bereits bei Beladung alles bezahlt. Der Spediteur machte den Vertrag mit Anzahlung schon fast ein Jahr vorher mit ihnen und nahm auch vor der Abreise noch Kaution, also Extragelder an, die die beiden hinterher wieder in der Tuerkei verrechnet bekommen sollten. Erster Liefertermin war im Juli, also zwei Monate vor der Einreise des Paares, wir sollten die Möbel in Empfang nehmen, es gab eine Verzögerung, weil angeblich die Möbel in zwei getrennten LKWs hätten transportiert werden muesen. Es hiess, gleich im September nach der Einreise des Paares wuerde man einen LKW nur mit ihren Möbeln schicken. Anstatt dem LKW kam eine Mail, in der stand, dass er einen Motorschaden in Rumänien hätte und die Reparatur dort zu teuer wäre, deswegen geht er mit samt den Möbeln zurueck nach Deutschland, nach der Reparatur dort, wuerde man die Möbel dann in spätestens drei Wochen in der Tuerkei anliefern. Im November ging der Spediteur nicht mehr ans Telefon, per Mail erreichte sie eine Nachricht, er wäre insolvent und ob sie ihm nicht einen Kredit in Höhe von 2500 Euro  geben würden um die Möbel zu bringen. Ein Anruf in der Insolvenzstelle Berlin Charlottenburg ergab, dass er nicht als insolvent gemeldet war..... Bei Durchsicht der über 200 Bewertungen von myhammer.de erfuhr man, dass der Spediteur fleissig in Deutschland fuhr, aber auffällig war, dass die Bewertungen fuer Auslandstransporte immer gleich waren. Geld kassiert, LKW kaputt, nicht geliefert.

 

Nachdem die beiden wussten, dass ihre Möbel jetzt in Berlin festsitzen, schalteten Sie bei myhammer.de eine neue Anzeige wegen Transport und es erreichte sie plötzlich eine Mail eines anderen tuerkischen Spediteurs aus Berlin , der den Betrueger kannte. Er wollte wissen, ob sie noch jemanden suchen fuer den Umzug in die Tuerkei,  den die beiden nun neu ausgeschrieben hatten und in my hammer aber nicht mit den neuen Telefonnummern erschienen war, er hätte unter der deutschen Nummer niemanden erreichen können. Er sagte , nachdem ihm berichtet wurde, was passiert war,  dass er dem Betrueger endlich das Handwerk legen möchte und bei der IHK anrufen wird. Er wäre bei ihm in der Nähe. Und er verspricht ihnen , dass sie ihn seinem Land gluecklich werden sollen, er wuerde die Möbel bringen, sie bezahlen nichts , er holt sich das Geld vom ersten Spediteur.  Ein paar Tage später rief er an, es wuerde Wochen und Monate dauern, bis er das Geld von dem Herrn hätte, und sie hätten doch nur 3 Monate Zeit, die Möbel einzufuehren...er möchte den Umzug bezahlt haben, wuerde aber das Geld von dem anderen zurueck holen....Man beauftragte eine Freundin in Berlin, die zusammen mit dem neuen Spediteur die Ladung in dessen Lager abholen sollte.

Aber - bei der Durchsicht der Liste und der vom ersten Spediteur abgeholten Kisten fehlte der grosse, neue Flachbildfernseher und ein Buecherschrank. Das bestätigte auch eine Freundin der beiden vor Ort, die als Zeugin ins Lager  mitgefahren war. Es gibt noch zwei geschädigte Familien, die auch in der Tuerkei ohne Möbel sitzen und ihr Geld zurueck wollen. Was heisst, der Spediteur wird noch nicht so schnell den Schaden ersetzen können, den er den Familien zugefuegt hat.

 

 Ein Anwalt wurde eingeschaltet.. Die Anzeige wegen Betruges und Diebtahl lief in Berlin. Mittlerweile wurde der Spediteur verurteilt - Geldstrafe nur 1800 Euro fuer das Fehlen einer Versicherung, die er braucht. Um die fast 10 000 Euro Schaden einzuklagen muss das Ehepaar eine teure Zivilklage in Berlin einreichen, was im Vorfeld wieder Anwaltskosten versursacht und aus der Ferne ziemlich aufwändig wäre. Deswegen haben sie es gelassen und auf das Geld verzichtet.

 

Die zweite Spedition lieferte in dem Falle prompt, forderte jedoch plötzlich die gesamte Bezahlung, nachdem die Ladung bereits Deutschland verlassen hatte und obwohl vor Beladung abgemacht war, dass sie es kostenlos liefert und mit der alten Spedition abrechnet. Jene zweite Berliner Spedition wurde von einem anderen Auswanderer, der mit dem Berliner Paar via Internet bekannt gemacht wurde, bestellt. Alle Kisten waren gut von den Kunden verpackt, beschriftet, gelistet und zwar so , wie ein Spediteur es packen wuerde, da der Kunde selbst vom Fach war. Nach ganzen zwei Wochen Verspätung mit täglichen Anrufen und fadenscheinigen Ausreden am Telefon, kam die Lieferung endlich in Izmir an, wurde aber auf kleine tuerkische LKWs umgeladen und nicht von der Spedition selbst angeliefert, sondern von einer kleinen tuerkischen Spedition aus Izmir, der Inhalt in Scherben, eine neue gut verpackte Couch zerrissen, das Bett kaputt..... es kamen wieder Kisten nicht an, waren aber gelistet. Jjedoch lt. Spediteur waren diese Kisten nie dabei . Schaden:um die 2000 Euro, Speditionskosten 4500 Euro!

 

Mein Tipp: Lassen Sie alles an Sperrgut in Deutschland und sortieren Sie einzelne Andenken heraus, die fuer Sie unverzichtbar sind und die sie lieber im Uebergepäck mitnehmen, die dann mit Ihnen in der Tuerkei ankommen. Verkaufen Sie Geschirr am Flohmarkt, die E-Geräte ueber Annonce und verschenken Sie lieber Ihre alten Möbel, bevor Sie aus dem ankommenden LKW nur noch Sperrmuell und Bruchglas in Empfang nehmen.

 

Kosten fuer eine neue Hauseinrichtung

 

Sie können eine 130 m2 Wohnung mit 3 Schlafzimmern in der Tuerkei mit ca. 6000 Euro (inkl. Kuehlschrank und Herd) komplett einrichten - eine Spedition liefert, je nach Preisangebot,  20 - 25 cbm zwischen 3500 bis 12000 Euro!! 20 cbm entsprechen einem Transport von ca. 20 Umzugskisten an persönlichen Dingen plust 1 oder 2 möbelstuecken, jedoch keiner gesamten Einrichtung. 

 

Abgesehen von dem Ärger, den man hat, wenn der Inhalt zerbrochen ankommt ,vertauscht wurde oder ganz fehlt - sparen Sie sich dieses Geld und vermiesen Sie sich nicht am ersten Tag der Auswanderung die Laune. Sie glauben gar nicht, wieviel man in Deutschland noch verkaufen kann, auch E-Geräte. Und ein Flohmarktbesuch rentiert sich allemal. So sparen Sie die teuren Speditionskosten und reduzieren den Transport auf ein Minimum, den Sie aus dem Verkaufserlös bezahlen können. Und das Geld fuer die Spedition legen Sie lieber in einer chicen , nigelnagelneue Möbeleinrichtung an. 

Einfuhr von auslaendischen Autos in die Türkei : Hier kontaktieren Sie bitte den Automobilclub Antalya

Website : http://www.turing.org.tr/

 

 

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